Volksballaden reloaded

Das Bauernmädchen

Ein Jäger verführt ein Bauernmädchen und wimmelt es dann ab. Die Frau bringt ein uneheliches Kind zur Welt, das vom Vater nicht anerkannt wird.

​Es wollt ein Jeger spazieren gehen,

​im Wald, im Wald im Wald.

​Da begägnet ihm ein Bauernmädchen,

im Wald, im Wald im Wald.

Ref.:

„Freis Mädchen, schönes Mädchen, was machest dus hie?“

​„Ich hüetes die Lämmer und weide das Vieh.“

​Da lachte das Mädchen so sehr, so sehr.

​Wir wollen miteinander durs’s Bergli aufgehn,

​im Wald, im Wald im Wald.

Damit uns die Leute nicht alle so sehn,

​im Wald, im Wald im Wald.

Ref.:

„Freis Mädchen, schönes Mädchen, was machest dus hie?“

​„Ich hüetes die Lämmer und weide das Vieh.“

​Da lachte das Mädchen so sehr, so sehr.

Sie sassen miteinander unter einer alt’ Tann

​im Wald, im Wald im Wald.

​„Nid wahr, du wünschest dirs einen Mann,

im Wald, im Wald im Wald“.

Ref.:

Von demselbigen Baume nahm der Jeger ein’n Zweig

​Und drückte das Mädchen an seinen Leib.​

Da lachte das Mädchen so sehr, so sehr.

​„Guet Jeger, gib mir deinen Namen an,

​im Wald, im Wald im Wald.

Dass ich dich einmal besuchen kann

im Wald, im Wald im Wald.“

Ref.:

„Mein Haus hat weder Weg noch Steg,

​jetzt packe dich von mir hinweg!“

Da weinte das Mädchen so sehr, so sehr.

„Wenn andere Mädchen zum Tanzen gehn

und lustig singen, ja singen

so muss ich daheim beim Wiegeli stehn

und traurig singen, ja singen

Ref.:

​Schlaf ein, schlaf ein, liebs Kindelein,

und möchte der Jeger der Vater nit sein.“

Da weinte das Mädchen so sehr, so sehr.

Materialien

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Allgemeine Einführung Balladen [pdf][word]