Volksballaden reloaded

Einst lebte ich im teuren Schweizerlande

Ein junger Mann macht sich auf, die Welt zu sehen, und gerät dabei in die Hände von Sklavenhändlern. Als er schliesslich freigekauft wird, landet er in Polen, wo ihn das Heimweh quält.

AUFGABE

Bild zur Ballade gestalten und die Wahl des Bildes begründen.

Thema:

Migration

Klasse:

Sekundarstufe I (7. Klasse)

Zeitbedarf:

2-3 Lektionen

Materialien:

· Tondatei
· Abspiel­gerät (z.B. Tab­let)
· Adjektiv-­Liste
· Liedtext
· Beispiel­lied
· Gestaltungs­mate­ria­lien (Papier, Mal-­/Zeichnungs­uten­silien, Zeit­schrif­ten, Leim ...)

​Einst lebte ich im teuren Schweizerlande

​der schönen Jugend achtzehn Jahr dahin.

Da bekam ich Reiz, begab mich zu dem Strande,

​bestieg ein Schiff aus herzensfrohem Sinn.

Das war mein Sehn’, mein einziges Verlangen:

​Die Welt zu sehn wohl auf dem blauen See.

​Doch als das Schiff nun anfing sehr zu schwanken,

Der Mastbaum brach, es musst’ ja untergeh’n.

Da war ich ganz den Wellen preisgegeben,

​Als ich mich noch an einen Mastbaum hing.

Da war ich ganz dem Tode hingegeben:

​„Oh sieh, ein Schiff von ferne kommt dahin.“

​Ich schwamm drauf los und wurde aufgenommen,

Und dankte Gott, dass ich gerettet sei.

Die Räuber – ach wär ich doch nie geboren! –

Verkauften mich in harte Sklaverei.

Dort lebte ich als Sklav’ im Sklavenlande

Bei harter Arbeit achtzehn Jahr dahin;

​Da kam ein Fürst aus unserm Schweizerlande

Und kaufte mich und noch fünf Schweizer frei.

​Ich fiel aus Dank dem Fürsten noch zu Füssen,

Er aber sprach: „Ich reise nach Stettin;

Dort geb’ ich euch dem Vaterlande wieder,

Und ihr lebt froh noch eure Jahr dahin“

O könnt’ ich meine Eltern wiedersehen

​O könnt’ ich sie nur einmal wieder seh’n.

​Was würde ich für sie nicht alles geben,

O könnt’ dies nur noch einmal gescheh’n.

Materialien

zum Download

Lektionsvorbereitung [pdf][word]
Tondatei [audio]
Liedtext [pdf][word]
Adjektiv-Liste [pdf][word]
Allgemeine Einführung Balladen [pdf][word]